
Biodiversität und ökologischer Landbau: Das Engagement von Euphoria Bio und der Obst- und Gemüselagerhalle von Tarquinia für eine nachhaltigere Zukunft
Aus der Landschaft der Tuscia ein konkretes Modell für den Schutz der Biodiversität.
Tarquinia, 22. Mai 2026 – Anlässlich des Weltbiodiversitätstages richtet das europäische Projekt Euphoria Bio den Fokus auf Tarquinia und die strategische Rolle des ökologischen Landbaus bei der Erhaltung von Ökosystemen, dem Schutz natürlicher Ressourcen und der Aufwertung des europäischen Territoriums und seiner Qualität.
Die Biodiversität stellt in der Tat eine grundlegende Ressource für die Zukunft der Landwirtschaft und der Ernährungssicherheit dar. Nach Angaben der Europäischen Kommission sind etwa 50 % der in der Europäischen Union vorkommenden Arten von landwirtschaftlichen Lebensräumen abhängig, während fast 60 % der Kulturpflanzen auf tierische Bestäubung angewiesen sind, um Früchte und Samen zu produzieren. Gleichzeitig ist derzeit jede dritte Art vom Aussterben bedroht, was die Notwendigkeit von Produktionsmodellen unterstreicht, die landwirtschaftlichen Ertrag und Umweltschutz miteinander verbinden. In diesem Szenario spielt der ökologische Landbau eine zentrale Rolle. Wissenschaftliche Erkenntnisse der letzten Jahre zeigen, dass ökologische Betriebe im Durchschnitt 30 % mehr Arten beherbergen als konventionelle Betriebe. Der reduzierte Einsatz von synthetischen Düngemitteln und Pestiziden trägt zusammen mit der Einführung vielfältigerer Fruchtfolgen und der Schaffung von Lebensräumen, die für Nützlinge günstig sind, zur Erhöhung der Biodiversität bei.
Biobetriebe tragen zudem durch Praktiken zum Schutz der Biodiversität bei, die das natürliche Gleichgewicht der Ökosysteme fördern: die Diversifizierung der Kulturen, die Erhaltung der Bodenfruchtbarkeit, die Verringerung der chemischen Belastung der Umwelt und die Erhaltung von Elementen der Agrarlandschaft wie Hecken, Grünstreifen und Naturflächen. Die Förderung dieser Produktionsmodelle steht im Mittelpunkt von Euphoria Bio, dem von der Obst- und Gemüsegroßhandelszentrale von Tarquinia geförderten und von der Europäischen Union gemäß der Verordnung (EU) Nr. 1144/2014 kofinanzierten Projekt.
Die Initiative zielt darauf ab, das Wissen und das Bewusstsein der Verbraucher über die Vorteile der europäischen ökologischen Landwirtschaft zu stärken und dabei deren Beitrag zum Umweltschutz, zur Erhaltung der biologischen Vielfalt, zum Tierschutz und zur Nachhaltigkeit der Agrar- und Lebensmittelproduktion hervorzuheben. Durch Informations- und Fördermaßnahmen will Euphoria Bio die strategische Rolle des ökologischen Landbaus beim Aufbau widerstandsfähigerer und nachhaltigerer Lebensmittelsysteme aufwerten.
Ein Engagement, das die Centrale Ortofrutticola di Tarquinia seit über sechzig Jahren verfolgt. Die Genossenschaft, die etwa 140 Erzeuger auf über 1.200 Hektar Anbaufläche in der Region Alto Lazio vereint, hat die Aufwertung der landwirtschaftlichen Produktion und den Umweltschutz zu einem ihrer Grundprinzipien gemacht. Dank eines besonders geeigneten Gebiets und günstiger klimatischer Bedingungen ist die COT heute ein Bezugspunkt für den biologischen Obst- und Gemüseanbau in Mittelitalien und fördert ein landwirtschaftliches Modell, das Qualität, Innovation und den Respekt vor den natürlichen Ressourcen miteinander verbindet.
„Die Centrale ist eine traditionsreiche Genossenschaft: Seit 60 Jahren sind wir in dieser Region tätig und profitieren von einem außergewöhnlichen Klima und besonders günstigen Bedingungen, die es uns ermöglichen, Obst und Gemüse von hoher Qualität zu produzieren“, erklärte Piero Valdi, Direktor der Centrale Ortofrutticola di Tarquinia. Im Laufe der Jahre hat die Genossenschaft die Entwicklung des lokalen Obst- und Gemüsesektors hin zu Produktionspraktiken begleitet, die zunehmend auf das ökologische Gleichgewicht achten. Ein charakteristisches Merkmal ihrer Arbeit ist die koordinierte Anbauplanung unter den angeschlossenen Erzeugern, die eine effiziente Produktionsplanung, eine optimierte Ressourcennutzung und eine größere Anbaudiversifizierung in der Region ermöglicht.
„Wir sind eine Erzeugerorganisation, und unser Augenmerk gilt in erster Linie unseren Mitgliedern. Deshalb setzen wir uns dafür ein, dass die Produktion so effektiv wie möglich geplant wird“, fügte Valdi hinzu.
Ein Ansatz, der dazu beiträgt, das Gleichgewicht zwischen landwirtschaftlicher Tätigkeit und Umwelt zu bewahren, den Produktionsreichtum der Region zu fördern und günstige Bedingungen für den Erhalt der Biodiversität zu schaffen – ein unverzichtbares Element für die Widerstandsfähigkeit der Ökosysteme und für die Zukunft der Landwirtschaft. Die symbolträchtigen Erzeugnisse der Region – von Fenchel über Melonen, Wassermelonen und Spargel bis hin zu Tomaten und Artischocken – zeugen heute von der tiefen Verbindung zwischen landwirtschaftlicher Qualität und Naturerbe. Eine Verbindung, die Euphoria Bio aufwerten möchte, indem sie bei den Verbrauchern ein größeres Bewusstsein für die Rolle des ökologischen Landbaus beim Umweltschutz und bei der Erhaltung des biologischen Reichtums der europäischen Regionen fördert.
In diesem Zusammenhang steht das Engagement der Obst- und Gemüselagerzentrale von Tarquinia, die das Projekt Euphoria Bio vorantreibt: die Verbreitung eines stärkeren Bewusstseins für den Wert der europäischen biologischen Landwirtschaft und ihren Beitrag zum Schutz der Biodiversität, der natürlichen Ressourcen und der Qualität der Erzeugnisse. Die Erfahrungen im Alto Lazio zeigen, wie es möglich ist, Wettbewerbsfähigkeit, Innovation und Nachhaltigkeit miteinander zu verbinden und den Umweltschutz in eine konkrete Entwicklungsmöglichkeit für die Region zu verwandeln.
Weitere Informationen zum Projekt Euphoria Bio finden Sie auf der offiziellen Website: https://bio.enjoygoodfood.eu/ sowie auf den Facebook- und Instagram-Seiten.


